„Läuft!“

.. oder was mich bewegt und was wir bewegen wollen.

Sind es die Beine die mich bewegen? Ist es der Bus der mich zur Arbeit und zur Schule bringt? Oder sind es nicht viel mehr die emotionalen Ereignisse?
In den Nachrichten hören wir von aktuellen Bedrohungen und schrecklichen Geschehnissen aus der ganzen Welt.
Das Wort „bewegen“ kann je nach Betrachtungswinkel unterschiedlich gedeutet werden.
Schauen wir doch mal in unsere Nachbarschaft. Können wir dort nicht auch etwas bewegen? Heutzutage erlebt man es immer öfter, dass jeder Mensch als Individuum gleichgültiger wird und alle nur noch den Anforderungen „der Gesellschaft“ genügen wollen. Der Spruch „Zeit ist Geld“ war noch nie so aktuell, wie heute.
Ehrenamtliches Engagement kann und wird mitunter weniger wahrgenommen und der einzelne kümmert sich vermehrt um sich selbst. Egal ob in der Kirche oder im Berufsleben, überall gibt es Möglichkeiten etwas zu verändern und zu bewegen.
Selbst wenn wir nur zuhören und mit anderen ins Gespräch kommen kann es sein, dass wir etwas bewegen! Vielleicht freut sich der/die andere Person, dass ihm mal jemand zuhört, vielleicht können wir ihm/ihr bei Problemen helfen.

Das Vierte Gebot bezieht sich in erster Linie auf die leiblichen Eltern („Du sollst Vater und Mutter ehren!“), aber auch auf die Gesellschaft und den friedlichen Umgang mit den Mitmenschen. Wir kennen alle den Spruch „Du sollst den Nächsten lieben wie dich selbst“ und das ist es was bewegen kann, die Nächstenliebe!

Fotos berühren uns, weil wir darüber nachdenken und sie mit Gefühlen und Eindrücken verbinden. Briefe und Telefongespräche ergreifen uns mehr als E-Mails, durch ihre eigene persönliche Individualität (Handschrift und Stimme). Die Frage nach Gott bewegt uns genauso wie die Frage, welche Rolle der Glaube in unserem Alltag spielt. Die Probleme unserer Partner und Freunde bewegen uns, ebenso wie unsere Sehnsucht nach einem Partner oder einer Partnerin. Viele Dinge bewegen uns und können wir bewegen, doch auf einen Punkt stoßen wir immer wieder und das ist die Liebe.

Gemeinsam etwas in Bewegung bringen, dass Leben verbessern und Gemeinschaft stärken. Das versuchen wir als Vorstand der Dekanatsjugend Neukölln und laden zum Mitmachen ein. Nicht allein, sondern mit anderen Jugendlichen und jungen Erwachsenen möchten wir positiv Anstoß geben, uns als kirchliche Jugend mit aktuellen Themen ehrlich und offen auseinander setzen und uns dort einbringen, wo wir gebraucht werden – in den Gemeinden, in der Schule, am Arbeitsplatz, im Kiez. Wir möchten Jugendarbeit unterstützen und uns vernetzen. „Es läuft!“ – und Spaß macht es außerdem auch. Manchmal wünschten wir uns größere Beteiligung, etwa beim Deka-Café oder in den Deka-Runden oder in den Vorbereitungen von Aktionen (Volley-Ball-Turnier; ökumenischer Jugendkreuzweg, u.a.). Mehr Gelegenheiten zur Bewegung findet sich auf unserer Internetseite: www.bdkj-neukoelln.de Wir freuen uns über Interesse, Ideen und Bewegung auf allen Ebenen!

(September 2011; Einleitungsartikel für das Nordlicht Nr. 22)